Körperliche Bewegung vermindert Rückfallrisiko bei Depressionen

Eine Studie* hat ergeben, dass körperliche Bewegung das Rückfallrisiko bei Depressionen eventuell vermindert.

Verglichen wurden gesunde Frauen mit solchen, die wenigstens eine depressive Episode hinter sich hatten. Jeweils die Hälfte der Gruppe der gesunden und der Gruppe der ehemals depressiven Frauen fuhr eine Viertelstunde auf einem Hometrainer Rad. Die anderen Hälften der beiden Gruppen blätterten in Zeitschriften.

Danach sahen alle Frauen zwei sehr traurige Filmszenen. Die depressionserfahrenen Teilnehmerinnen, die nicht Rad gefahren waren, zog die erste Filmszene bereits herunter, die zweite Filmszene sogar noch mehr. Das Leid potenzierte sich, statt immunisiert zu werden, wurden sie sensibilisiert.

Die Gruppe der gesunden Frauen, egal ob Radfahrerinnen oder Zeitungsleserinnen, wurden von der ersten Filmszene heruntergezogen, von der zweiten schon nicht mehr so sehr. Es trat ein Gewöhnungseffekt ein.

Auffällig war, dass der Teil der depressionserfahrenen Teilnehmerinnen, die Rad gefahren waren, genauso reagierten wie die gesunden Teilnehmerinnen. Die körperliche Bewegung wirkte wie ein Schutz. Das könnte bedeuten, dass Sport hilfreich ist, um das Risiko eines depressiven Rückfalls zu senken.


*Eine Studie der Psychologen der Universität Basel und amerikanischer Kollegen, Team Jutta Mata.
Quelle: Psychologie heute, Januar 2013, Seite 58

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